Wiki

ONDAS — Oszillierende normalisierte dynamische adaptive Stabilisierung

ONDAS — Oszillierende normalisierte dynamische adaptive Stabilisierung

Das Grundprinzip

Ein Starrflügler oder ein konventionelles Flugzeug erzeugt Steuerkräfte kontinuierlich —, eine Steuerflächenauslenkung oder RPM-Änderung erzeugt ein stationäres Moment. Ein Ornithopter tut das nicht. Jedes Gramm Schub, jedes Newton Drehmoment ist innerhalb des Flügelschlagzyklus phasengebunden. Der gleiche Kraftimpuls, der an verschiedenen Punkten des Hubs angewendet wird, führt zu grundlegend unterschiedlichen Ergebnissen.

ONDAS erkennt diese Realität an und moduliert die Stabilisierungsbemühungen synchron mit dem Schlagzyklus.


Cadence — Das Timing-Gehirn

Cadence ist der kritischste ONDAS-Filter, da er bestimmt, wann die Korrektur innerhalb jedes Flügelschlags erfolgt.

Schlaganfallphase Wirkung der Kraftanwendung
Abschlagmitte Maximale Hub- und Rollautorität
Abwärtshubende (Bremsen) Induzierter Widerstand → Giermoment
Aufwärtshubzentrum Nach hinten stoßen, aufrichten
Aufwärtshub Ende Flügelumkehr, minimaler Effekt

Cadence verschiebt das Modulationsfenster, um es an die Phase anzupassen, in der der aerodynamische Hebelarm am längsten ist. Falsche Trittfrequenz = Kampfflügelphysik. Richtige Trittfrequenz = jedes Milliwatt wird zur Kontrollinstanz.

Parameter

Parameter Wert Funktion
ONDAS_K0 1,0 Basisphasenversatz
ONDAS_K2 10,0 Phasenspreizung / Schärfe
ONDAS_PHASE_SCALE 0,00005 Kleiner Faktor, große Hebelwirkung

Ferocity P — Sofortiger asymmetrischer Schub

Ferocity P erhöht die Rechteckigkeit der Wellenform (Trapezform: Verweildauer bei ±1, Kosinusrampe dazwischen) proportional zum aktuellen PID-Fehler.


Ferocity D — Vorwegnehmende Drag-Ausbeutung

Ferocity D rundet das Bild ab. Wo P für Schubasymmetrie sorgt, nutzt D den Widerstand des kontralateralen Flügels als Bremse.


Drei Möglichkeiten Cadence/Ferocity D erhöht Ferocity

1. Direct — D erhöht P bei schneller Fehleränderung

Bei Böen oder aggressiven Manövern ist error_rate groß. D multipliziert dies und erhöht die Basiswildheit. Der Flügel wird schärfer (trapezförmiger), weil P+D zusammen mehr Rechtwinkligkeit erfordern als P allein. Ergebnis: maximale Autorität genau dann, wenn es kritisch ist.

2. Indirekt — Cadence verschiebt den Hebelpunkt

Cadence moduliert, wenn im Zyklus Wildheit wirkt. Das Verschieben des Fensters in eine aerodynamisch empfindlichere Phase (z. B. Abwärtshub-Mitte vs. Aufwärtshub-Ende) bedeutet, dass der gleiche Wildheitswert mehr Effekt — effektive Verstärkung ohne numerische Änderung erzeugt.

3. Kombinatorisches — D × Cadence während der Stall-Erholung

Im Stall: hohe Sinkrate → D erkennt die Geschwindigkeit → erhöht die Wildheit. Gleichzeitig verschiebt die Trittfrequenz die Modulation in die Abschlagphase, in der der Flügel den maximalen Biss hat. Das Zusammenspiel: D sorgt für die Kraft, Kadenz für den richtigen Moment. Ohne Trittfrequenz erreicht die D-Kraft die falsche Phase und verflüchtigt sich nutzlos.


Zusätzliche ONDAS-Parameter

Parameter Funktion
Balance Auf-/Ab-Schubsymmetrie — I-Term-Vorspannung zwischen Auf- und Abschlag. Kompensiert Flügelasymmetrie, Fertigungstoleranzen und Verschleiß
Warp Roll-/Gier-P → L/R-Wildheitsdifferenzial — rechter und linker Flügel schlagen unabhängig voneinander auf der Rollachse für Quer- und Wendemanöver
Anchor Die Phasenverankerung — sperrt die Modulation an eine bestimmte Phasenreferenz und verhindert Drift
Resonance Die Resonanzkompensation der Flugzeugzelle — vermeidet aufregende Strukturmoden der Flugzeugzelle

Analogie

Cadence ist der Dirigent. Ferocity P und D sind die Instrumente.

Ohne Dirigenten spielen sie —, aber nicht zusammen. Mit einem wird Lärm zur Musik.


Siehe auch